Was sind eigentlich Bitcoin, Blockchain, Altcoins & Co?

10 Monaten ago Julian Kommentare deaktiviert für Was sind eigentlich Bitcoin, Blockchain, Altcoins & Co?

Der Bitcoin und seine Artgenossen haben in 2017 eine menge Aufsehen erregt. Trotz des Medienrummels und der großen Nachfrage nach Kryptowährungen, wissen viele noch nicht, was es denn überhaupt mit alle dem auf sich hat. Im Bezug auf das Thema, fällt auch immer wieder der Begriff Blockchain. Aber was ist diese Blockchain überhaupt und vor allem, wie funktioniert sie?

Auch wenn die Technologie hinter dem Bitcoin nicht so neu ist, wie sie erscheint, ist die Blockchain aktuell der wohl größte Technik-Trend seiner Zeit. Laut Wikipedia reicht die erste Entwicklung in diesem Bereich bis zum Anfang der 90er Jahre zurück. Ist das alles also nur ein verspäteter Hype?

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Was eine Blockchain ausmacht:

Im Grunde ist eine Blockchain nichts weiter als eine Datenbank. In Ihr können diverse Informationen gespeichert werden. Ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen Datenbanken ist jedoch, dass die Blockchain ähnlich einem P2P-Network die Daten im Netzwerk verteilt ablegt. In der Regel wird der komplette Datensatz der Blockchain bei allen Teilnehmern gespeichert, wodurch die Datenbank in der Theorie nicht einfach gelöscht oder manipuliert werden kann. Diese Art der Buchführung eignet sich daher hervorragend für finanzielle Transaktionen, weshalb im Bezug auf Blockchain-Produkte auch oft das Wort “Ledger” verwendet wird.

Da es nicht nur im Finanzwesen sondern z.B. auch in der Logistik zu Transaktionen kommt, lässt sich die Funktion einer Blockchain auf enorm viele Verwaltungs- und Geschäftsbereiche anwenden und der aktuelle Coin-Trend beweist, dass den Entwicklern hier nicht die Ideen ausgehen.

Wie sicher ist die Blockchain?

Eine kleine Redewendung vorab: “Kein System ist sicher”.

Jeder von Ihnen hat diesen Satz bestimmt schon einmal gehört. Dem möchte ich auch nichts hinzu fügen. Die Blockchain schlägt jedoch in digitalen Zeiten, meiner Meinung nach einen richtigen Weg ein. Im folgenden möchte ich erläutern wieso.

Wie der Name bereits vermuten lässt, besteht die Blockchain aus vielen einzelnen Blöcken. Jede Transaktion und somit jede Veränderung, werden in einen “Block” geschrieben. Dieser Block wird anschließend mit dem Rest der Kette verknüpft. An diesem Punkt wird es mit einer Manipulation schwierig. Der neu geschriebene Block enthält Daten die aus den vorherigen Blöcken abgeleitet und aus diesen errechnet wurden. Ein sogenannter Hash-Wert. Da dieser Wert im Normalfall einmalig ist, können hierdurch nicht einfach Blöcke in der Kette verändert oder neue Blöcke hinzugefügt werden. Jeder Hash eines Blockes muss sich auf  die Daten der vorausgehenden Blöcke beziehen.

Wird ein neuer Block in eine Blockchain geschrieben, muss dieser zusätzlich von mehreren Teilnehmern des Netzwerks bestätigt werden. Sollte in diesem Fall einer der unabhängigen Teilnehmer ein Problem mit einem neuen Block haben, also eine manipulation oder einen Fehler feststellen, wird diese Transaktion nicht bestätigt und im Netzwerk blockiert.

Je mehr einzelne Bestätigungen also von einem Netzwerk für eine Transaktion eingeholt werden, desto schwieriger wird es, die Blockchain zu manipulieren. So zumindest die Theorie.

Wer schreibt die Blöcke?

Einer der vielen Begriffe die in Verbindung mit dem Bitcoin gefallen sind, ist das sogenannte “Mining”. Wie oben beschrieben müssen die einzelnen Blöcke mit den neuen Transaktionen errechnet werden. Stark vereinfacht dargestellt, bieten Mitglieder des Netzwerks hierfür die Rechenleistung Ihrer Computer an und werden bei der erfolgreichen Erstellung eines neuen Blocks mit einem Transaktions-Endgeld belohnt. Während dem Errechnen wird zum einen geprüft ob der neue Block formal korrekt ist und zum anderen wer als erster den neuen Block in die Kette schreiben darf.

In den letzten Jahren hat ein regelrechtes Wettrüsten zwischen den “Minern” stattgefunden. Während sich die einen zu Pools zusammenschließen und Ihre Rechenleistung bündeln, ziehen andere regelrechte Server-Farmen hoch. Alles nur, um von den Transaktionsgebühren zu profitieren. Leider steigen mit dem Mining auch die Kosten für den Stromverbrauch. Ob sich das Mining in Zukunft weiter rechnet, wird sich noch zeigen. Dass dieser immense Stromverbrauch eine Belastung für die Umwelt darstellt, ruft mittlerweile auch einige Regierungen und Blockchain-Gegner auf den Plan.

War das alles?

Natürlich nicht! Neben der vielen neuen Verwendungsmöglichkeiten der Blockchain, wie zum Beispiel für “Smart-Contracts” wird sich das gesamte Thema sicher noch etwas in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Wir können alle nur gespannt sein, was das aktuelle Technologie-Zeitalter noch für uns bereit hält.

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